Elisabeth-Selbert-Schule Karlsruhe

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ESS-News

Abschlussfeier der generalistischen Pflegeausbildung – Viele Wege, ein Ziel

 

Im Rahmen der Abschlussfeier der Klasse 3BFP3 blickten die Absolventinnen und Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung gemeinsam auf drei intensive Ausbildungsjahre zurück. In ihren Abschlussworten machten sie deutlich, dass der Weg zum Berufsabschluss weit mehr bedeutete als das Erlernen fachlicher Inhalte. Anspruchsvolle Praxiseinsätze, Prüfungen und persönliche Herausforderungen haben sie wachsen lassen und ihre berufliche sowie persönliche Entwicklung geprägt.

Besonders hoben die Absolventinnen und Absolventen die Vielfalt ihrer Klasse hervor. Unterschiedliche Herkunft, Kulturen und Lebenswege seien zu einer Stärke geworden. Durch gegenseitigen Respekt, Zusammenarbeit und den gemeinsamen Wunsch, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen, sei aus vielen individuellen Geschichten eine starke Gemeinschaft entstanden.

Die Ausbildung habe ihnen nicht nur Fachwissen vermittelt, sondern auch gezeigt, wie wichtig Teamarbeit, Kommunikation und der konstruktive Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven sind. Mit jeder praktischen Erfahrung sei aus anfänglicher Unsicherheit mehr Kompetenz und Selbstvertrauen entstanden. 

Zum Abschluss betonten die neuen Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner, dass sie ihren Beruf als verantwortungsvolle Aufgabe verstehen. Mit ihrem erworbenen Wissen, ihren Erfahrungen und einer professionellen Haltung seien sie nun bereit, Menschen in wichtigen Lebenssituationen kompetent zu begleiten.

Mit ihrem Abschluss beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt - verbunden mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft der Pflege aktiv mitzugestalten.

Praktikumstag am KIT Nord

Am 23. Juni 2026 unternahm die Klasse EG12 im Rahmen des Chemie-Unterrichts eine Exkursion an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Um 8:30 trafen wir uns vor dem Gebäude und wurden abgeholt und in den Schülerraum geführt und über den folgenden Tag aufgeklärt. Ziel des Ausflugs war es, mehr über Lebensmittel und deren Inhaltsstoffe zu erfahren. Das KIT bietet Schülerinnen und Schülern in seinen spezialisierten Laboren die Möglichkeit, mit modernen Großgeräten und Analyseverfahren zu arbeiten, die im normalen Schulalltag nicht zur Verfügung stehen. Im Fokus des Praktikumstages standen chromatografische und photometrische Untersuchungen an alltäglichen Lebensmitteln.

Versuche welche durchgeführt wurden:

Versuch 1: Nachweis von Glutamat in Brühwürfeln mittels Dünnschichtchromatografie (DC)

Ziel des Versuchs war die Bestimmung des Geschmacksverstärkers Glutamat in handelsüblichen Brühwürfeln. Zuerst wurde eine Probe des Brühwürfels gelöst und zusammen mit einer Glutamat-Vergleichslösung auf eine DC-Platte (stationäre Phase) aufgetragen. Die Platte wurde anschließend in eine Laufkammer mit einem geeigneten Fließmittel (mobile Phase) gestellt. Nach Beendigung des Trennvorgangs wurde die Platte getrocknet und die farblosen Aminosäuren mittels eines Sprühreagenz durch Erhitzen sichtbar gemacht. Durch den Abgleich der Wanderungsstrecken und der Farbreaktion der Probenflecken mit der bekannten Referenzsubstanz konnte Glutamat in der Brühwürfel-Probe eindeutig nachgewiesen werden.

Versuch 2: Gaschromatografie (GC) von Ethanol und Methanol in verschiedenen Getränken

Als Nächstes war unser Ziel die Unterscheidung sowie Bestimmung von Alkoholkomponenten (Ethanol und dem gesundheitsschädlichen Methanol) in verschiedenen Getränkeproben. Die Getränkeproben wurden vorbereitet und im Gaschromatografen  durch eine beheizte Trennsäule transportiert. Ein angeschlossener Detektor registrierte die ankommenden Stoffe zeitversetzt. Aufgrund der unterschiedlichen Wechselwirkungen der Alkohole mit der Säulenbeschichtung wiesen Ethanol und Methanol charakteristische Retentionszeiten auf. Dadurch konnten die beiden Alkohole präzise voneinander getrennt, identifiziert und auf ihre Konzentration hin untersucht werden.
Versuch 3: Photometrische Bestimmung von Phosphorsäure in Cola und Cola-Mischgetränken

Der nächste Versuch beinhaltete die Konzentrationsbestimmung der enthaltenen Phosphorsäure, welche in Erfrischungsgetränken als Säuerungsmittel eingesetzt wird.

Da Phosphorsäure farblos ist und Licht im sichtbaren Bereich nicht absorbiert, wurde sie zunächst durch die Zugabe einer spezifischen Reagenz in einen intensiv gefärbten Komplex überführt. Von dieser gefärbten Lösung wurde die Konzentration der Phosphorsäure von dem Photometer ermittelt und anschließend ausgegeben. 

Versuch 4: Nachweis von natürlichen und synthetischen Farbstoffen in Puddingpulver und Getränken

Das nächste Ziel war die Untersuchung und Differenzierung der in Lebensmitteln eingesetzten Farbstoffe hinsichtlich ihrer Herkunft (natürliche Extrakte vs. künstliche/synthetische Farbstoffe). Die Proben wurden mit Benzin in ein Reagenzglas gegeben und gekocht. Nach dem Abkühlen konnte man zwei verschiedene Schichten sehen, durch den Farbunterschied war es möglich festzustellen, ob es sich um natürliche oder synthetische Farbstoffe handelt.


Am Schluss durften wir an einer kleinen Führung teilnehmen und haben viel über das KIT Nord erfahren. Zudem durften wir ein kleines Experiment durchführen und viele Ausstellungsstücke anschauen. Vor allem als das Metall auf einem starken Magneten schwebte, nach dem Eintauchen in einen kalten Stoff, war klasse. Aber auch die Hand, welche fluidische Muskeln als Antriebselement nutzt, hat uns in ihren Bann gezogen.

Das Praktikum am KIT am 23.06. war für die gesamte Klasse eine sehr bereichernde Erfahrung. Die Durchführung der Versuche vertiefte nicht nur das theoretische Wissen aus dem Unterricht, sondern gab auch einen realistischen Einblick in die Arbeitsweise moderner Lebensmittelchemiker und Analytiker. Besonders faszinierend war der Einsatz von professionellen Großgeräten wie dem Gaschromatografen und dem Photometer. Im Gegensatz zu den oft vereinfachten Experimenten in der Schule erlaubten diese Geräte am KIT hochpräzise und wissenschaftlich exakte Messungen. Der Ausflug hat das Interesse an den Naturwissenschaften gestärkt und gezeigt, wie viel Chemie in unseren alltäglichen Lebensmitteln steckt.

Healthaholic-Tag: Schule einmal anders erleben

Am 20. Juli 2026 fand an der Elisabeth-Selbert-Schule erstmals der Healthaholic-Tag statt - ein Projekttag rund um Gesundheit, Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit.

Die Idee für diesen besonderen Tag entstand direkt aus der Schülerschaft: Im Vorfeld konnten die Schülerinnen und Schüler über verschiedene Projektthemen abstimmen und entschieden sich mehrheitlich für das Thema Gesundheit. Anschließend begann die gemeinsame Planung. Es wurden zahlreiche Workshops und Mitmachangebote entwickelt, sodass ein abwechslungsreiches Programm entstand, das die Interessen der Schulgemeinschaft widerspiegelte.

Nach dem gemeinsamen Start in der Aula konnten die Schülerinnen und Schüler ihren Vormittag von 9 bis 13 Uhr selbst gestalten. Sie entschieden eigenständig, welche Workshops und offenen Angebote sie besuchen wollten, und stellten sich so ihr individuelles Programm zusammen.

Von Selbstverteidigung, Afro-Latino-Tanz und Retro Running über gesunde Ernährung, Finanzkompetenz und Stressbewältigung bis hin zu kreativen Angeboten wie dem Malstudio oder dem Nähen von Lavendelsäckchen war für jede und jeden etwas dabei. Ergänzt wurde das Programm durch offene Mitmachstationen wie die Water Bar, den Schulsanitätsdienst, das Pinboard Game oder den Silent Book Club.

Besonders erfreulich war, dass viele Workshops von Schülerinnen und Schülern selbst vorbereitet und durchgeführt wurden. Dadurch entstand ein vielfältiges Programm mit vielen praktischen Angeboten, interessanten Einblicken und Gelegenheiten, Neues auszuprobieren.

Der erste Healthaholic-Tag war ein voller Erfolg. Er hat gezeigt, wie Schule auch außerhalb des klassischen Unterrichts funktionieren kann: mit Eigenverantwortung, Mitgestaltung und vielen Möglichkeiten, Gesundheit auf unterschiedliche Weise zu erleben. Die vielen positiven Rückmeldungen und die gute Stimmung auf dem gesamten Schulgelände machen Lust darauf, dieses Format auch in Zukunft wieder anzubieten.

Schulfest zum Jubiläum

Es gab einen Grund zum Feiern! 

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